Besuch der AOK-Bezirksdirektion – Gespräch über neue Entwicklungen im Gesundheitswesen

Besuch der AOK-Bezirksdirektion – Gespräch über neue Entwicklungen im Gesundheitswesen

Die AOK-Bezirksdirektion Ludwigsburg-Rems-Murr hatte den Bundestagskandidaten Macit Karaahmetoğlu am 06.08.2013 zu einem netten Kennenlernen und Gedankenaustausch nach Ludwigsburg eingeladen. Die Ludwigsburger Bezirksdirektion ist eine von 14 AOK-Vertretungen im Kreis und zuständig für knapp 308 000 Versicherte. Die AOK hält bei gesetzlich Versicherten deutschlandweit einen Marktanteil von rund 40 %.

Der Bundestagskandidat sprach natürlich seine Reformvorstellung für die Gesundheitsversicherung der Zukunft an, die solidarische Bürgerversicherung: „Nur durch diese Reform kann die gegenwärtige Zweiklassengesellschaft im Gesundheitswesen überwunden werden. Wir haben zwar nach wie vor ein gutes Gesundheitssystem in Deutschland, aber die soziale Schere klafft immer weiter auseinander. Ich habe als Arbeiterkind beispielsweise oft erlebt, wie lange meine Eltern auf einen Arzttermin warten mussten“. Der Zustand, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger große Probleme hätten, einen schnellen Arzttermin für dringende Behandlungen zu bekommen, müsse schnell behoben werden.

Hiltrud Nehls, Geschäftsführerin der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr stellte heraus, dass Versicherungen wie die AOK von der Bundespolitik „reformgeplagt“ seien. „Grundsätzlich stehen wir der Bürgerversicherung positiv gegenüber, solange hier Qualität und Versorgung passen“, sagte Hiltrud Nehls. Eine Zweiteilung des Krankenversicherungssystems sei nicht mehr zeitgemäß. Besonders wichtig sei, dass ein langfristiger und verlässlicher Rahmen von der Bundespolitik bereitgestellt werde. Die vier zentralen Forderungen der AOK Baden-Württemberg an die Bundespolitik sind die Steigerung der Qualität, Stärkung des Wettbewerbs, eine bessere Gestaltung der Versorgung und die Sicherung der Finanzierung.

Dem Bundestagskandidaten wurde abschließend noch das „VERAHmobil“ für Arztpraxen in Baden-Württemberg vorgestellt. Der Kleinwagen kann von Arztpraxen für 99 Euro im Monat geleast werden und soll in Zukunft von Versorgungsassistentinnen benutzt werden, die Hausbesuche im Auftrag ihrer Praxischefs machen. Diese Mitarbeiterinnen hätten sich im AOK-Hausarztvertrag als ein wichtiges Glied der Versorgungskette fest etabliert. Der Bundestagskandidat zeigte sich über ein solches Innovationspotenzial hoch erfreut.