Jedes Mädchen und jeder Junge muss dieselben Chancen auf einen guten Schulabschluss erhalten

 „Schon auf den ersten Blick wird die Waldparkschule ihrem Namen gerecht. Sie liegt abseits des Heidelberger Stadtkerns auf dem Boxberg. In den Wipfeln ringsum zwitschern Vögel, die Straßen der Umgebung heißen Haselnussweg, Im Eichwald und Buchwaldweg. Doch nirgendwo im Stadtgebiet leben mehr alleinerziehende Mütter. Das benachbarte Emmertsgrund gehört zu den sozialen Brennpunkten. Ein Viertel der Schülerinnen und Schüler hat einen Migrationshintergrund, viele stammen aus sozial schwachen Familien.“

So wird es auf der Homepage der Robert-Bosch-Stiftung beschrieben.

Und jetzt kommt´s: Diese so schön beschriebene Waldparkschule Heidelberg gehört zu den besten Schulen Deutschlands mit einem Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung. Und es ist seit 2013 eine von der SPD eingeführte Gemeinschaftsschule.

„An der Waldparkschule bleibt niemand sitzen, keiner fällt durch eine Prüfung. Anstelle von Noten gibt es schriftliche Beurteilungen. `Ich glaube nicht, dass die Schüler einen Nachteil haben, weil Noten und Leistungsdruck fehlen´, sagt die Vorsitzende des Elternbeirats. Ursprünglich wollte sie ihren Sohn auf die Realschule schicken, doch das Konzept der Gemeinschaftsschule gefiel ihr besser. `Die Lehrer kümmern sich um jedes Kind, der Austausch funktioniert prima“, so weiter auf der Homepage der Robert-Bosch-Stiftung. Und so sollte es in jeder Schule sein.

 

Bildung darf nicht von Geldbeutel und Status der Eltern abhängen

Die SPD will in einer „Nationalen Bildungsallianz“ die Kräfte bündeln, um für die deutschen Schulen das Beste zu erreichen. Der Bund muss künftig dabei mitreden können, um bei finanzschwachen Kommunen direkt in Bildungseinrichtungen zu investieren.

Unser Ziel ist klar: Der Erfolg in der Bildung darf nicht vom Geldbeutel und vom Status der Eltern abhängen. Und jedes Mädchen und jeder Junge muss dieselben Chancen auf einen guten Schulabschluss erhalten. Deutschland hat hier einen starken Handlungsbedarf.

 

Bund soll Modernisierung der Schulen unterstützen

Es geht uns zum einen um ein neues Modernisierungsprogramm des Bundes für die Schulen. Wir werden an das ursprüngliche Ganztagsschulprogramm anknüpfen, das die CDU in Baden-Württemberg damals erst ablehnte und durch den Erfolg eines besseren belehrt wurde, sodass sie es am Ende annahmen. Zum anderen wollen wir einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Bildung und Betreuung zumindest in den Grundschulen umsetzen.

Mir geht es um die Qualität des Unterrichts. Dazu will die SPD die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer weiterentwickeln. Denn sie stehen vor weiteren Herausforderungen durch die sehr große Leistungsbreite an den Schulen, durch die Inklusion und durch die Aufnahme von geflüchteten Kindern an allen Schularten.

 

Wir werden die Kita-Gebühren abschaffen

Mir als Vater ist es besonders wichtig, dass auch die kleineren Kinder in unserem Blickpunkt stehen. Künftig wollen wir ein ausreichendes Angebot an Krippen, Horten, Kindertagespflege und Ganztageseinrichtungen haben. Denn alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen ganz klar: Betreuung und Bildung müssen so früh wie möglich zusammenkommen. Das ist der wichtigste Schritt, um allen Mädchen und Jungen gleichermaßen dieselben Chancen bei der Bildung zu verschaffen. Wer hier meint, sparen zu müssen, der hat dies nicht verstanden.

Deshalb wollen wir nicht nur die Kita-Gebühren zusammen mit den Kommunen schrittweise abschaffen. Es geht um eine finanzielle Entlastung der Familie, es geht aber genauso darum, den Müttern und Vätern zeitlich eine Berufstätigkeit zu ermöglichen.

 

Kindergärten erhalten mehr Betreuungskräfte

Genauso wichtig ist uns die Qualität der Arbeit in den Kindergärten. Wir wollen es schaffen, mit zusätzlichen Erzieherinnen und Erziehern den Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen zu verbessern. Denn dies hilft allen: Kindern, Erzieherinnen und Eltern.

 

Gute Bildung von Anfang an: Dafür steht die SPD, dafür stehe ich.