Familie ist die Grundlage unserer Gesellschaft

Familie ist da, wo Menschen miteinander leben und sich umeinander kümmern, wo Generationen zusammenleben. Der Schutz der Familie ist ein besonderes Anliegen unseres Staates, unserer Gesellschaft und selbstverständlich auch der SPD. Ich bin seit kurzem selbst Vater geworden. Darum kann ich nachvollziehen, wie es ist, sich Sorgen um die Zukunft der nächsten Generation zu machen.

 

Diese Zahlen machen mich wütend

Die Bedürfnisse der Familie müssen für unsere Politik zentral sein, denn die Familie bildet den Grundbestandteil unserer Gesellschaft. Und in diesem Bereich ist mir, offen gesagt, in den vergangenen Jahren viel zu wenig passiert. 2,6 Millionen Kinder und damit jedes fünfte Kind ist in Deutschland von Armut betroffen. Bei uns, im reichen Baden-Württemberg, sind es immer noch acht Prozent aller Kinder. Das sind Zahlen, die mich wütend machen. Denn diese Kinder sind zwar auf der Straße nicht sichtbar, aber sie leiden erheblich. Sie haben keine funktionsgerechte Kleidung, keine ausgewogene Ernährung, oft geringere Bildungschancen, können häufig keinen Hobbys nachgehen. Und was das Schlimmste ist: Sie kommen nicht aus ihrem Umfeld heraus, haben also geringere Aufstiegschancen. Für mich ist ganz klar: An diesem Thema entscheidet sich, ob unsere Gesellschaft zukunftsfähig ist. Es muss Schluss sein mit der Kinderarmut in Deutschland, Schluss auch mit dem Armutsrisiko von Alleinerziehenden.

Deshalb stehe ich dafür gerade, dass Kinder in der künftigen Bundesregierung unter der Führung der SPD besonders im Blickpunkt stehen, bei einem besseren Zugang zu Bildung, Kultur und Sport genauso, wie bei der finanziellen Situation ihrer Eltern. Die SPD will für einkommensschwache Familien das Kindergeld mit dem Kinderzuschlag zu einem erweiterten Kindergeld zusammenfassen und für Alleinerziehende verbessern. Darüber hinaus wollen wir selbstverständlich die finanzielle Lage von Familien mit Kindern auch insgesamt verbessern.

 

SPD will die finanzielle Lage der Familien verbessern

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Deshalb müssen wir alles dafür tun, Familien mit Kindern zu unterstützen. Mein Kind aufzuziehen ist für mich eine Lebensaufgabe, die mich mit großem Glück erfüllt.  Erziehung ist aber auch mit Aufopferung persönlicher Freiheiten, finanzieller Belastung und großer Verantwortung verbunden. Kinder aufzuziehen, bringt Eltern oft an die Grenzen der Belastbarkeit. Die Verantwortung kann und darf der Staat den Eltern nicht abnehmen. Er kann aber verhindern, dass Existenzängste den Alltag von Familien bestimmen. Deshalb müssen wir Familien im unteren – und mittleren Einkommensbereich finanziell entlasten.

Unser Ziel ist zum einen, Kita-Gebühren schrittweise abzuschaffen und einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einzuführen. Dafür sollen über drei Milliarden Euro eingesetzt werden.
Kindertagesstätten und Kindergärten sollten so selbstverständlich wie Schulen kostenlos sein. Wir sprechen hier von monatlichen Entlastungen für Familien im Bereich von mehreren hundert Euro vom Nettoeinkommen, die mit keiner Steuerreform erreicht werden können.

Zum anderen führen wir künftig einen Familientarif ein, der Familien unabhängig davon fördert, ob die Eltern verheiratet sind. Gegenwärtige Ehen können dann zwischen dem bisherigen System des Ehegattensplittings und unserem neuen Familientarif mit Kinderbonus frei wählen. Das soll auch für alle unverheirateten Eltern und Alleinerziehenden gelten.

 

Ältere sollen über ihr Leben selbst bestimmen

Soziale Politik bedeutet auch, in den Ruhestand gehen zu dürfen und nicht bis zur Berufsunfähigkeit zu arbeiten oder in Altersarmut zu geraten. Die Selbstbestimmung und Würde darf im hohen Alter nicht aufhören, sondern muss gefördert werden. Wer ältere Menschen vernachlässigt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass auch er im Alter vernachlässigt wird.

Für pflegebedürftige Menschen ist es besonders wichtig, von nahen Familienangehörigen versorgt zu werden. Viele Menschen möchten zudem für ihre Verwandten im Alter und im Pflegefall da sein. Durch unsere Familienarbeitszeit möchten wir das ermöglichen. Frauen und Männer, die in dieser Zeit ihrer Arbeit nicht nachgehen können, erhalten für bis zu drei Monaten eine Lohnersatzleistung, die sich am Elterngeld orientiert. Sollten die drei Monate nicht ausreichen, bezahlt der Staat das Familiengeld für Pflegende.

Deshalb ganz klar: Es ist Zeit für mehr Familie und gute Pflege! Dafür stehe ich ein, dafür möchte ich mich im Bundestag einsetzen!