Podiumsdiskussion zum Thema “Altersarmut”

Podiumsdiskussion zum Thema “Altersarmut”

Macit nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema “Altersarmut? Prekäre Beschäftigung, Minijobs und Rente mit 67” im Kulturzentrum Ludwisgburg teil. Trotz sommerlicher Außentemperatur waren rund 50 Gäste im Saal versammelt. Macit Karaahmetoğlu machte sich in seinen Redebeiträgen besonders für einen flächendeckenden Mindestlohn stark. Ein Mindestlohn von 8,50 Euro sei eine Grenze, welche nicht unterschritten werden dürfe, denn hiervon könne man gerade einmal so leben. Dumpinglöhne dürften in der Bundesrepublik nicht stattfinden.
In Bezug auf Minijobs stellte Karaahmetoğlu klar, dass deren Zweck oft von Nutzen ist, man sollte von ihnen nicht nur negativ sprechen. Allerdings dürfe hier zur Betriebsoptimierung kein Missbrauch stattfinden, was ebenso für Werksverträge gelte. Der Staat habe dafür Sorge zu tragen, dass Missbrauch ein Riegel vorgeschoben werde.
Als die Sprache auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kam, stellte Karaahmetoğlu fest, dass es aus familienpolitischer Sicht kaum einen größeren Unsinn geben könne als das Familiengeld. Zudem zeigte er Unverständnis bei der Tatsache, dass sich CDU und FDP trotz des jüngsten Armutsbericht gegen die Vermögenssteuer gestellt haben. Die Tatsache, dass die Mehrverdiener immer mehr verdienen, Geringverdiener aber immer weniger stelle die Politik vor eine Herausforderung, welche die Regierungskoalition nicht nachkäme.