Sigmar Gabriel diskutiert mit Macit Karaahmetoğlu

Sigmar Gabriel diskutiert mit Macit Karaahmetoğlu

Am Montag, 4.1.2013, trafen sich der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und Macit Karaahmetoğlu, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Ludwigsburg, im Ratskeller in Ludwigsburg zu einer Gesprächsrunde über die Aspekte der sozialen Gerechtigkeit in der Bundesrepublik Deutschland.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Claus Schmiedel, hatte in das Thema eingeführt und hervorgehoben, dass die Frage „Was ist soziale Gerechtigkeit“ zunehmend wichtiger werde und z.B. der Wohnungsmarkt nicht allein dem Markt überlassen werden dürfe. Leni Breymaier, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD in Baden-Württemberg, verband mit der sozialen Gerechtigkeit besonders die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Beruf – auch deren gleiche Bezahlung. Für Sigmar Gabriel ist die soziale Gerechtigkeit ein länderübergreifendes Thema; er wies darauf hin, dass nicht alles den Märkten überlassen werden könnte, auch nicht in der EU: Die Starken werden sonst immer stärker, die Schwachen im schwächer. Man muss mit politischen Maßnahmen gegensteuern. Macit Karaahmetoğlu wies auf die Bedeutung der Bildung gerade für die Schwachen in der Gesellschaft hin und er kritisierte in diesem Zusammenhang den Armutsbericht der Bundesregierung, der „bereinigt“ wurde und wichtige Ergebnisse nicht mehr enthalte. Im vollbesetzten Ratskeller gab es immer wieder heftigen Applaus für die Diskutanten, wenn sie mit griffigen Bildern ihre Standpunkte erläuterten.

Macit Karaahmetoğlu moderierte die lebhafte Gesprächsrunde. Ein besonderer Brennpunkt wurde von allen Podiumsteilnehmern im Demografiewandel gesehen: Mehr Junge und Alte müssen zukünftig von immer weniger Arbeitenden „unterhalten“ werden. Die Auswirkungen auf die Rente sind schon jetzt absehbar und es muss gegengesteuert werden, z.B. mit einer starken Bürgerversicherung. Das Feld sollte nicht den Privaten Versicherungen überlassen werden, denn die Rentensicherung ist in erster Linie eine staatliche Aufgabe.

Die anschließende Diskussionsrunde wurde von Themen wie Migranten und Berufswahl, der Liberalisierung des Strommarktes und – auch von Stuttgart 21 bestimmt.