Deutschland ist ein Einwanderungsland

Die demographische Entwicklung in unserem Land und der Fachkräftemangel machen es deutlicher denn je: Deutschland ist auf Einwanderung angewiesen. Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands beweist, dass Einwanderung in unserem Land eine Erfolgsgeschichte ist. Denn jede*r sechste Unternehmer*in in unserem Land hat ausländische Wurzeln. In ihren Firmen arbeiten 2,2 Millionen Menschen! Gleichzeitig arbeiten Millionen zugewanderte Menschen in unterschiedlichsten Positionen in Deutschland.

Chancengleichheit sichern

Das Leben und die Lebensqualität von Einwander*innen hängen überwiegend davon ab, wie gut sie die Sprache lernen, wie sie sich in das Arbeitsleben integrieren und an die gesellschaftlichen sowie demokratischen Regeln halten. Dann gelingt Integration. Hier müssen wir die notwendige Unterstützung anbieten, damit der Integrationsprozess möglichst schnell gelingt.

Migranten besser beteiligen

Darüber hinaus müssen wir alles daransetzen, die Menschen mit ausländischen Wurzeln besser an unserer Demokratie zu beteiligen. Dazu gehört die Einführung des kommunalen Wahlrechts auch für Nicht-EU-Bürger und die doppelte Staatsbürgerschaft, vor allem um Vertrauen zu schaffen. Denn wer Verantwortung für eine Gesellschaft tragen und ihr solidarisch verpflichtet sein soll, muss eben auch einbezogen sein und Verantwortung übernehmen können. Das ist meine feste Überzeugung. Deshalb müssen wir auch dafür sorgen, dass die gesellschaftliche Realität in unserem Land sich auch in der Staatsgewalt widerspiegelt. Wir brauchen deutlich mehr Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Verwaltungsangestellte mit Migrationshintergrund, um Vorbilder zu schaffen – aber auch um aufzuzeigen, dass wir alle gemeinsam für unser Land und unsere Gesellschaft verantwortlich sind.